Preisverleihung 2008
Sonderpreisträger

Klaus Doldinger
Den Sonderpreis des Ministers beim diesjährigen „Kulturpreis Bayern“ der E.ON Bayern AG erhält der Münchner Jazzmusiker und Komponist Klaus Doldinger.
Damit ehrt Staatsminister Goppel den wohl berühmtesten deutschen Jazzmusiker, der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und längst zur lebenden Legende geworden ist. Zahlreiche Auszeichnungen begleiten sein Werk und dokumentieren den internationalen Rang seiner Musik. Der gerade und unverfälschte, kraftvolle Ton seines Tenorsaxophons ist nach wie vor das Markenzeichen seiner Band „Passport“.
Mit seiner Musik hat Klaus Doldinger einen weiten Weg der Stilrichtungen zurückgelegt: von den bekannten Strömungen des Jazz, Dixieland und Blues über den modernen Jazz bis hin zur Weltmusik. Auch der Rockmusik hat er sich geöffnet.
Programmatisch für sein bisheriges Lebenswerk ist der Titel einer Langspielplatte von 1969: Übersetzt lautet er „Doldinger – Der Botschafter“. Und tatsächlich ist Klaus Doldinger ein Kulturbotschafter. Seit Beginn seiner Karriere hat Klaus Doldinger Kulturen zusammengeführt, so der Minister in seiner Laudatio. Programm ist daher auch der Name seiner Band „Passport“. Das suggeriert Weltläufigkeit und Weltneugierde, Freizügigkeit und kosmopolitischen Geist sowie schlichtweg Reiselust, ein „Immer-in-Bewegung-bleiben“. Es ist die Musik selbst, die zum Medium wird, um in fremde Kulturen einzutauchen. Klaus Doldinger und die Musiker von „Passport“ haben auf zahlreichen Reisen Inspirationen gesammelt. Besonders hervorzuheben sind die großen Reisen der letzten Jahre nach Brasilien 2004 und Marokko 2005. Durch die Verarbeitung dieser Impressionen entstand eine außergewöhnliche stilistische Bandbreite, eine einzigartige Fusion aus Jazzvarianten, traditionellen nord-afrikanischen Volkselementen sowie spanischen, maurischen oder basilianischen Einflüssen.
Genauso erfolgreich wie als Musiker ist Klaus Doldinger auch als Filmkomponist. Ungezählt sind seine Kompositionen für Fernsehen, Film und Theater, für die Werbebranche und die Industrie. Allen ist bis heute die Titelmelodie von „Das Boot“ im Ohr. Aber auch andere Fernsehproduktionen sind mit seinem Namen und seiner Musik verbunden: der „Tatort“, „Ein Fall für zwei“, „Liebling Kreuzberg“ und die Verfilmung von Michael Endes „Unendlicher Geschichte“, um nur einige der prominentesten Beispiele zu nennen.
